Die Suche nach dem kostenlosen Konto

Dienstag den 4.10.2016

Der jährliche Girokontovergleich der Stiftung Warentest beweist: Noch ist das kostenlose Konto nicht ganz vom Markt verschwunden. Insgesamt haben die Finanzexperte 241 Kontomodelle von 104 Banken auf den Prüfstand gestellt. Auf Kontoführungsgebühren wird bei immerhin 25 Angeboten verzichtet – und das ohne jedes „wenn und aber“. Sollen darüber hinaus auch die Kreditkarte und beleghafte Buchungen gebührenfrei sein, wird die Luft schon deutlich dünner. Dann bleiben nur sechs Banken.

Die Zahl der kostenfreien Angebote sinkt

Die Zeiten, als Konten noch bedingungslos kostenfrei waren, sind damit zwar noch nicht vorbei. Doch es wird merklich schwerer, eine passende Offerte zu finden. Das gilt übrigens auch, wenn für das kostenlose Girokonto ein Gehaltseingang vorausgesetzt wird. Binnen zwölf Monaten sank die Zahl der entsprechenden Angebote von 38 auf 33.

Ursache für diese Entwicklung ist – wie schon oft von uns berichtet – die Niedrigzinsphase. Sie zwingt die Banken, neue Einnahmequellen zu erschließen. Da liegt es nahe, beim Girokonto an de Gebührenschraube zu drehen. Für Aufsehen sorgte dabei unter anderem die Ankündigung der Postbank, künftig nur noch Besserverdienern ein kostenfreies Kontomodell anzubieten.

Beim Kontowechsel auf die Konditionen achten

Nichtsdestotrotz raten die Experten von Finanztest davon ab, jetzt übereilt die Bankverbindung zu kündigen. Entscheidend sei, dass die Konditionen für das Konto den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Zudem lasse sich Geld sparen, wenn man seine Bankgeschäfte öfter online erledigt oder bei der aktuellen Hausbank nach einem günstigeren Konto fragt. Nützt das alles nichts, sei ein Girokontowechsel empfehlenswert. Insbesondere dann, wenn die Gebühren 60 Euro pro Jahr übersteigen.

Das Ergebnis der Stiftung Warentest

Wohin die Reisen gehen kann, zeigt unser Girokontovergleich. Hier haben Interessenten die Möglichkeit, ganz in Ruhe zu stöbern. Hier die Angebote, die beim Vergleich der Stiftung Warentest die Nase vorn hatten:

Überregionale Filialbanken: die Santander Bank mit dem 123 Girokonto, die Santander Consumer Bank mit dem Girokonto Kombi.

Regionale Banken: die PSD Banken Berlin-Brandenburg, Braunschweig, Hessen-Thüringen, Karlstadt-Neustadt, Kiel, Koblenz, Köln, München, Nürnberg, RheinNeckarSaar und Rhein-Ruhr mit dem GiroDirekt, die PSD Hessen mit dem Giro und die Südwestbank mit dem GiroOnline.

Direktbanken: die 1822direkt mit dem GiroSkyline, die Comdirect Bank, die Consorsbank, die Edekabank mit dem Edeka-Konto, die ING-DiBa, die Netbank mit dem Privatgirokonto, die Norisbank mit dem Top-Girokonto, die PSD Niederbayern-Oberpfalz mit dem GiroDirekt, die Wüstenrot Bank mit dem Top Giro und die Deutsche Skatbank mit dem Trumpfkonto.