Neue Technik – das Girokonto geht mit der Zeit

Dienstag den 2.12.2014

Per Smartphone Bankgeschäfte zu erledigen – oder moderner ausgedrückt: Mobile Banking –, ist längst kalter Kaffee. Die entsprechenden Applikationen sind seit Jahren auf dem Markt und werden mehr oder weniger eifrig genutzt. Und sei es nur, um den aktuellen Kontostand zu kontrollieren. Dass auch bei diesem Zugang zum Girokonto Sicherheit großgeschrieben wird, versteht sich von selbst. Deshalb setzen Banken nach und nach auf neue Verfahren. Ideal für diese Zwecke: Die Fingerabdrucksensoren, mit denen Smartphones der neuesten Generation bestückt sind.

Postbank und Deutsche Bank sind die ersten Kreditinstitute, die das Mobile Banking um eine Autorisierung per Fingerabdruck erweitern. Allerdings arbeiten die Systeme der Unternehmen auf unterschiedlichen Ebenen. Die Postbank ersetzt die Transaktionsnummer (TAN) durch den Scan des Fingerabdrucks. Soll eine Buchung freigegeben werden, muss der Kunde auf seinem iPhone 5s bzw. neueren Modellen mit Betriebssystem iOS 8 nur noch den sogenannten Home-Button berühren. Voraussetzung für das neue Verfahren ist die App „Postbank Finanzassistent“.

Die Deutsche Bank erlaubt hingegen, sich mit dem Fingerabdruck in das System einzuloggen. Für Überweisungen vom Girokonto oder andere Geschäfte bedarf es dann nach wie vor einer TAN. Zur Wahl stehen beim Branchenprimus neben der iTAN-Liste auch mTANs und ganz neu photoTANs, bei denen eine Grafik eingescannt werden muss, um die Transaktionsnummer zu erhalten.

Was bislang nur mit Geräten der Marke Apple möglich ist, soll nach Aussagen der Banken künftig auch mit anderen Systemen funktionieren. Ob es irgendwann Standard sein wird, mit dem Papillarmuster eines Fingers Transaktionen beim Girokonto zu bestätigen, zeigt die Zukunft. Deutlich größere Chancen hat eine andere technische Neuerung: die Identitätsprüfung per Video-Ident-Verfahren. Statt sich in einer Postfiliale auszuweisen, reicht es, sich vor die Webcam zu setzen und sich dort mittels eines Online-Videos zu legitimieren. Möglich ist das unter anderem bei der ING DiBa, bei der Targobank der DKB und der SWK-Bank.