Wie kann man Geld überweisen?
Geld von A nach B zu transferieren, ist keine Zauberei, sondern gehört zu den grundlegenden Aufgaben, die ein Girokonto erfüllen muss. Für Banken ist es schlichtweg grauer Alltag. Tagtäglich werden Millionen Überweisungen getätigt, um Rechnungen zu begleichen, Mitgliedsbeiträge zu bezahlen oder den Kindern das Taschengeld aufs Konto zu buchen. Dazu bedarf es nicht mehr als eines Überweisungsträgers oder eines Online-Überweisungsformulars sowie der Bankdaten des Zahlungsempfängers. Die Arbeit im Hintergrund leisten die Banken.
Klassische Überweisungsträger
Bevor das Internet auch den Bankensektor erreichte, gab es für Kunden nur einen Weg, Geld zu überweisen: Überweisungsträger. Sie standen und stehen auch heute noch bei allen Banken in den Schalterhallen oder werden zusammen mit einer Rechnung verschickt. Auf dem Papierformular müssen der Zahlungsempfänger und seine Bankverbindung – also Kontonummer, Bankleitzahl und Name der Bank –, der Betrag sowie Name und Kontonummer des Ausführenden vermerkt werden. Mit Datum und Unterschrift wird die Überweisung autorisiert. Die Daten werden später von den Mitarbeitern der Bank in das hauseigene System eingespeist. Von da aus geht alles seinen geordneten Weg. Der Betrag wird vom Konto abgebucht und wenige Tage später dem Girokonto des Empfängers gutgeschrieben. Zuständig für den reibungslosen Ablauf ist die Zentralbank mit ihrem Datenträgeraustauschverfahren. Sie leitet die Gelder von einer Bank zur anderen.
Online-Überweisung
Online funktionieren Überweisungen nach dem gleichen Prinzip. Die Eingabemasken der Online-Banking-Portale gleichen weitgehend den klassischen Überweisungsträgern. Die Unterschiede: Die meisten Systeme ergänzen anhand der Bankleitzahl automatisch die Empfängerbank. Zudem muss das Formular nicht unterschrieben werden. Stattdessen wird die Zahlung mit einer Transaktionsnummer freigegeben.
Internationaler Zahlungsverkehr
An wen das Geld überwiesen wird, spielt für die Banken keine Rolle. Wichtig ist vielmehr, wohin das Geld fließen soll. Sofern es sich um eine Inlandsüberweisung handelt, müssen Kunden nichts weiter beachten. Geld von Hamburg nach München zu überweisen oder von Frankfurt/Oder nach Frankfurt/Main gehört zum Standardprozedere. Überschreitet die Zahlung die Grenzen der Bundesrepublik, bedarf es spezieller Überweisungsträger bzw. Eingabemasken. Benötigt wird dann eine internationale Kontonummer (IBAN – International Bank Account Number) und die internationale Bankleitzahl (BIC – Bank Identifier Code). Innerhalb Europas bzw. der Euro-Zone erfolgt die Überweisung relativ zügig und in der Regel auch kostenfrei. Legt das Geld einen längeren Weg zurück, muss mit vergleichsweise hohen Gebühren gerechnet werden, die vorher bei der Bank angefragt werden sollten.