Wissenswertes zum Girokonto für Kinder

Montag den 4.03.2019

Kinder kommen schon früh mit Geld in Kontakt. Umso wichtiger ist es, den richtigen Umgang mit den Finanzen zu lernen. Dazu zählt irgendwann auch das eigene Girokonto. Wann der richtige Zeitpunkt dafür ist, darüber wird schon lange diskutiert. Eingependelt hat sich die Debatte bei einem Richtwert von zwölf Jahren. Was beim Girokonto für Kinder zu beachten ist, hat die Stiftung Warentest jetzt zusammengefasst.

Grundvoraussetzung: kostenlose Kontoführung

Das Thema Geld und Finanzen der Kinder handhabt jede Familie für sich. Einige eröffnen direkt zur Geburt ein Konto, andere warten ab, bis der Nachwuchs mit Zahlen umgehen kann. Das ist von Kind zu Kind unterschiedlich. In der Praxis hat es sich bewährt, bis zum zwölften Lebensjahr zu warten. „Ab da sind die meisten Kinder in der Lage, sich unter Geld etwas vorstellen zu können, auch die Größenordnungen. Und in diesem Alter bekommen viele schon regelmäßig Taschengeld“, so Kerstin Backofen von der Stiftung Warentest.

Eltern sollten vor allem darauf achten, dass die Kontoführung für Kinder kostenfrei ist. Diese Gebührenbefreiung gilt bei den meisten Banken und Sparkassen bis zum Ende der Ausbildung. Allerdings können durchaus Kosten anfallen. Das gilt zum Beispiel für Barverfügungen an Automaten. Schließlich benötigt auch der Nachwuchs ab und an Bargeld. Hier ist es ratsam, eine Bank zu wählen, die einem Verbund mit möglichst großem Automatennetz angehört. Zudem können die Eltern Höchstbeträge für Abhebungen festlegen.

Das Konto online verwalten

Da Kinder den Umgang mit Smartphone und Co. inzwischen immer früher lernen, bietet es sich an, auch das Girokonto online zu führen. Die Eltern erhalten dann einen eigenen Zugang. Doch auch hier muss man auf die Gebühren achten. Erfolgt die Kontoführung ausschließlich per Internet, können Überweisungen in Papierform kostenpflichtig sein. Das ist ein weiterer Punkt, den Eltern berücksichtigen sollten.

Ob zum Girokonto für Kinder auch eine Kreditkarte – auf Guthabenbasis – ausgestellt wird, ist von Bank zu Bank unterschiedlich, ebenso die Kosten. „Die Prepaid Kreditkarte ist bei einigen Banken kostenlos, bei anderen hingegen hat sie eine relativ hohe Jahresgebühr“, so die Stiftung Warentest. Sinnvoll ist eine solche Karte für den Aufenthalt im Ausland oder bei Käufen im Internet.

Erfreulich: Bei einigen Banken dürfen sich Kinder nach wie vor über Guthabenzinsen auf dem Girokonto freuen. Möglich sind, so der Test, bis zu drei Prozent bei einigen Regionalbanken. Es gibt also einige Punkte zu beachten, ehe man sich für ein Kinderkonto entscheidet. Hilfreich ist auch hier ein gezielter Girokontovergleich.