Warum das Premium-Girokonto oft günstiger ist

Montag den 20.08.2018

Was kostet eine Überweisung am Selbstbedienungsterminal? Und wie teuer ist es, Geld am Automaten abzuheben? Fragen, auf die viele Bankkunden vermutlich mit der Schulter zucken. Sie wissen schlichtweg nicht, wie teuer ihr Girokonto und die einzelnen Leistungen sind. Das kann auf Dauer richtig ins Geld gehen – vor allem dann, wenn man sich für das falsche Konto entschieden hat. Denn einfach nur günstig ist inzwischen nicht mehr die beste Wahl.

Die Tücken beim kostenlosen Konto

Wer einen Girokontovergleich bemüht, schaut vor allem auf die Kontoführungsgebühr. Sie war und ist auch heute noch einer der wichtigsten Faktoren bei der Entscheidung für oder gegen ein Girokonto. Bei der Wahl zwischen 5,00 und 10,00 Euro werden die meisten sich wohl für das preiswertere Konto entscheiden. Ob sie danach tatsächlich günstiger fahren, lässt sich mit einem Blick auf das Preisleistungsverzeichnis klären.

Bei „einfachen“ Kontomodellen muss man in der Regel für viele Leistungen extra zahlen, die in der monatlichen Gebühr für ein Premium-Konto bereits enthalten sind. Das fängt bei der Nutzung der SB-Terminals an. Die Bremer Volksbank verlangt dafür zum Beispiel 3,00 Euro je Vorgang. Das summiert sich auf Dauer, vor allem, wenn auch Barverfügungen, die Kreditkarte und andere Kontofacetten gebührenpflichtig sind.

Ab wann lohnt sich ein Premium-Konto?

Da zumindest regionale Banken inzwischen fast alle mehrere Kontomodelle im Angebot haben, lohnt sich also der Blick auf die Gebührenliste. Oder man testet, welcher Preis am Ende des Monats bezahlt werden muss und prüft dann, ob nicht doch das höherpreisige Girokonto die bessere Wahl ist. Denn der Umstieg von einem Basis- zum Premium-Konto ist normalerweise problemlos möglich.

Dieser Prüfung sollte man jedes Konto unterziehen. Das gilt ganz besonders für Angebote, die als kostenlos beworben werden – etwa bei Direktbanken. Denn auch bei reinen Onlinebanken fallen mitunter Gebühren an, die man nicht erwartet hätte. Von daher muss ein Girokontovergleich mittlerweile mehr sein als nur der Blick auf die Kontoführungsgebühr. Dafür sollte man sich ein paar Minuten Zeit nehmen und dadurch dann dauerhaft sparen.